Elternschule

Viele Eltern sind heute mit den zunehmend globalen Herausforderungen, in die sie und ihre Kinder hineinwachsen, überfordert. Einerseits schwappt die Welle der optischen Reize durch immer offensivere Medien über die Familien drüber, andererseits ist der einzige Wert, der in unserer Gesellschaft vermittelt wird, der, das alles und jedes käuflich und Konsum das Wichtigste aller Dinge ist. Orientierung in dieser Welt, in der Einzelne allein wichtig sind und soziales Miteinander kleingeschrieben wird, bietet fast niemand. Folgen all dieser Entwicklungen sind Kleinstfamilien, zunehmende Single- und Alleinerziehende Haushalte, fehlender Rückhalt in größeren Familienverbänden (Oma etc.), teilweise materielle oder emotionale Verarmung der Familien, nicht ausreichende Förderung der Kinder oder einseitige Erziehung zu visuellen (Medien-) Spezialisten. Der Ratlosigkeit, wenn sich die Kinder unwohl fühlen, sich wehren, aus Langeweile Grenzen überschreiten, folgt die Gewalt, oder auch der Missbrauch als logischer, weil einzig erfolgversprechender Schritt. Suchtverhalten in jeder Form wird bereits in der Kindheit angelegt. Gewalt an Schulen, sexueller Missbrauch, unter Trennung und Scheidung leidende Kinder, Jugendliche, die keine Grenzen kennen, weil sie diese zu hause nie durch erzieherisch aktive Eltern erfahren haben, sind letztendlich Ausdruck der Überforderung einzelner Familien oder Elternteile.
Unter Elternschule verstehen wir daher die Hilfe zur Orientierung in unserer Gesellschaft, die Hilfe, sich und die Kinder durch die vielfältigen Anforderungen, Nöte und Reize, denen die Familie ausgesetzt ist, zu bringen, und eine aktive, sichere Haltung zu verschiedensten Erfahrungen zu entwickeln. Kinder brauchen Erziehung, sie müssen lernen Grenzen zu erfahren, und diese mit zunehmendem Alter zusammen mit den Eltern, der Kindertagesstätte, der Schule und der übrigen Umwelt immer wieder neu zu definieren und auszuhandeln. Kinder brauchen Vorbilder, sie brauchen eine demokratische und tolerante Umgebung, damit sich nicht Sekten und Sucht als Ratgeber zu ihnen gesellen.
Elternschule heißt, die Eltern von klein auf mit Rat und Tat zu begleiten und niederschwellige Angebote an ihnen vertrauten Orten (Kindertagesstätte, Bürgerzentrum) zu machen.
Die Elternschule besteht deshalb aus einem Mix aus Vorträgen, Gesprächsrunden und Kursen. Erste-Hilfe-Kurs, Sprachkurs für ausländische Mütter, Gitarrekurs gehören ebenso dazu, wie eine monatliche Donnerstags-Reihe, die sich mit der psychischen und physischen Entwicklung der Kinder beschäftigt, aber auch Themen wie den Umgang mit Medien oder Prophylaxe vor sexuellem Missbrauch anspricht.
Nähere Informationen, auch und besonders zur Teilnahme erhalten Sie von uns telefonisch, schriftlich oder per Email!


Kontakt :
Email: kindertagesstaette@awo-ulm.de
Tel 0731 967982-0


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